Ab 8 Jahren

Der Fischer und seine Frau

Unser tapferes Schneiderlein


st_fischer_fraufisch+Der Fischer und seine Frau

Ein alter Fischer und seine Frau Ilsebill leben seit Jahren schon in einem alten zerfallenen Haus. Sie leben von der Fischerei. Täglich fährt der Fischer hinaus auf das Meer um Fische zu fangen.

Eines Tages hat er einen ganz besonderen Fisch im Netz. Es ist der Fisch Timpeteh, der König aller Meeresbewohner. Er bittet den Fischer um seine Freiheit und somit befreit der Fischer ihn aus dem Netz. Zum Dank darf er sich etwas vom König Timpeteh wünschen.

Doch dem genügsamen Fischer fällt nichts ein. Er fährt zu seiner Frau, um ihre Meinung darüber zu hören. Daraufhin befiehlt sie ihrem Mann, sich ein große Villa zu wünschen.

Der Fischer folgt ihrem Befehl und so fährt er hinaus aufs Meer zum König Timpeteh. Er bekommt die Villa, doch als er wieder zurückkehrt, ist Ilsebill höchst unzufrieden. Ihr ist das Haus viel zu klein und sie scheucht ihren Mann erneut aufs Meer. Sie will ein Schloss haben und Königin sein. König Timpeteh ist erzürnt darüber, aber er gewährt dem freundlichen Fischer den Wunsch. Der Fischer glaubt, dass nun Friede einkehrt. Aber als er in das Schloss eintritt, regt sie sich über alles auf. Sie ist undankbar und zwingt ihren Mann, erneut hinauszufahren. Sie möchte so sein wie Gott und über die ganze Welt herrschen.

Wider Willen beugt sich der Fischer ihrem Befehl und klagt König Timpeteh sein Leid. Dieser ist so erbost über den Übermut der Fischersfrau, dass er sie wieder in ihr altes, zerfallenes Haus setzt. Dem Fischer ist es ganz recht und mit einem Lächeln kehrt er nach Hause zurück. Dort trifft er Ilsebill an, die bitterlich weint und von allen Nachbarn verspottet wird. Endlich sieht sie ihren Übermut ein und entschuldigt sich bei ihrem Mann.


st_tapferes_schneiderleintapfere_schneiderleinUnser tapferes Schneiderlein

Ein armer Schneider schlägt mit einem Streich sieben Fliegen tot, die ihn beim Frühstück stören. Voller Stolz stickt er sich die Worte „Sieben auf einen Streich“ auf seinen Gürtel, damit jeder von seiner Tat erfährt. Aber jeder, der das liest denkt, das Schneiderlein sei ein mutiger Kriegsheld, der sieben Feinde auf einmal getötet habe.

Als der König von den vermeintlichen Heldentaten erfährt, verspricht er dem Schneiderlein die Hochzeit mit seiner Tochter, wenn er zwei böse Riesen tötet. Der König hofft jedoch insgeheim, dass das Schneiderlein unterliegen wird, weil er Angst vor dem Schneiderlein hat und es loswerden möchte.

Als das Schneiderlein die Riesen findet, klettert es auf einen Baum und wirft einen Tannenzapfen hinunter. Der eine Riese wird getroffen, wacht auf und hält den anderen für den Übeltäter. Nach einem Streit schlafen sie wieder ein. Da wirft das Schneiderlein einen Tannenzapfen auf den zweiten Riesen. Nun geraten die Riesen wieder in einen Streit und prügeln sich, vertragen sich dann aber wieder und schlafen abermals ein. Nun bewirft das Schneiderlein jeden der Riesen mit einem Tannenzapfen. Daraufhin geraten beide Riesen so außer sich, dass sie einander totschlagen.

Der König will nicht nachgeben und erlegt dem Schneiderlein eine weitere Prüfung auf: es soll ein Einhorn fangen, dass das Land verwüstet. Das Schneiderlein fordert das Einhorn zum Kampf heraus und lässt es mit sein Horn in einen Baum rammen. Daraufhin bricht ihm das Horn ab und es wird handzahm.

Der König aber ist immer noch nicht zufrieden und fordert vom Schneiderlein, ein gefährliches Wildschwein lebend zu fangen. Das Schneiderlein lockt das Wildschwein in eine Kirche und sperrt es dort ein.

Nun muss der König nachgeben und so heiratet das arme, aber tapfere Schneiderlein die Prinzessin.